Rückblick zur 700 Jahrfeier
von Fritz Cohrs

Um mit den Worten unseres ehemaligen Ortsbügermeisters Josef Einhellig zu beginnen: Ein besonderer Entwicklungsschub ging von der Gründung der Interessengemeinschaft „Schönes Klein Wiershausen“, im Dezember 1975, aus. Dieser Satz ist über die ganzen Jahre Verpflichtung aber auch Motivation gewesen. Heute ist unser Verein, dank wachsender Mitgliederzahl und einer starken, aktiven Mitarbeit seiner Mitglieder eine feste Institution in unserem Ort geworden.

Die satzungsgemäße Aufgabenstellung der Interessengemeinschaft wird seit Anbeginn in zweierlei Hinsicht interpretiert: Im Vordergrund steht die Gestaltung und Pflege des Dorfes. Der Gemeinschaftssinn und das Zusammenleben bilden einen zweiten Schwerpunkt. Ein Dorf erstrahlt erst dann in voller Schönheit, wenn alle gemeinschaftlich daran teilhaben können.

Beginnen wir mit einem kleinen Rückblick. Einer der Meilensteine ist sicherlich die Initiierung und der Bau unserer Friedhofskapelle, die 1982 eingeweiht wurde. Über die Jahre wurde der Gemeinschaftssinn durch einige Ausfahrten (Burg Hanstein, Weserfahrt usw.) gepflegt. Unserem Vereinsmitglied (und Busfahrer) Karl-Heinz Hesse gebührt an dieser Stelle unser besonderer Dank, denn er hat uns immer wohlbehalten nach Hause gebracht. In den Jahren 1995 bis 1997 veranstalteten wir in Zusammenarbeit mit der Jugendpflege Klein Wiershausen die Internationalen Seifenkistenrennen (1995 wurde sogar ein Beitrag in der Fernsehsendung „Hallo Niedersachsen“ ausgestrahlt). Zeitgleich lag unser Schwerpunkt auch auf der Gestaltung und dem Ausbau des Eisenbahnwaggons, der am 25. Oktober 1996 als Jugendraum seiner Bestimmung übergeben wurde. Erwähnt werden sollten hier auch die Tischtennisturniere, die aber leider mangels Masse (Spieler) eingestellt werden mussten. Zu einem weiteren Höhepunkt hat sich das sommerliche Kinderzelten entwickelt, bei dem nicht nur die Kinder und Jugendlichen auf ihre Kosten kommen. Für das gute Gelingen und die tatkräftige Unterstützung, durch die Ortsjugendpflegerin Christina Lapka möchten wir uns ganz besonders bedanken. Die Ausrichtung des Osterfeuers beginnt mit dem Sammeln des Brennholzes und gehört immer wieder zu unseren netteren Aktivitäten. Hertas Weihnachtsessen, im Gasthaus „Nolte“, krönt unseren Jahresausklang. Das Vereinsleben wäre sicherlich nicht so gesellig, gäbe es nicht die Möglichkeit bei Herta einzukehren.

Dass wir nicht nur feiern können, sondern auch unseren Ort pflegen, zeigt die erfolgreiche Arbeit beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“. Im Gemeindewettbewerbsdurchschnitt erreichten wir über die Jahre den 2. Platz. Die zahlreichen Pflanzungen und Pflegemaßnahme spiegeln diese Platzierung wieder.

Klein Wiershäuser Bürger/innen treffen sich bei angemessenem Wetter an unserem Bouleplatz. Hier werden Nachbarschaftsgefühl und Zusammengehörigkeit in Klein Wiershausen deutlich. Einige Eltern verbinden die Beaufsichtigung ihrer Kinder dort mit Kaffeetrinken und Klönschnack. Die Gedankenlosigkeit der politischen Gemeinde, den Bouleplatz im Rahmen der Zufahrtsstraße zum neuen Baugebiet zu opfern, konnten wir durch zahlreiches und gemeinschaftliches Auftreten gegenüber der Gemeinde vereiteln. Die entstandene Kompromisslösung ist nun für alle tragbar.

Zum Abschluss sollte nun unser alljährliches Nachbarschaftsfest erwähnt werden, das in diesem Jahr die Ehre hat, die 700-Jahrfeier einbinden zu dürfen. Alle Klein Wiershäuser nehmen dieses Fest zum Anlass nachbarschaftliche Kontakte zu pflegen und neue Freundschaften zu schließen. Allein die Vorbereitungen und das Aufbauen wird mit sehr viel Spaß und Schweiß betrieben (ab und zu fliegen auch Späne). Über die Jahre hat sich ein gutes, eingespieltes Veranstaltungsteam gebildet. Zu unserer großen Freude stoßen immer wieder neue, tatkräftige Mitglieder dazu.
Wir sollten uns jedoch nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen, sondern auch in Zukunft tatkräftig zupacken. Wir wünschen allen Gästen und den Klein Wiershäuser Bürgern eine sehr entspannte und amüsante 700-Jahrfeier. Einen herzlichen Dank allen Mitgliedern für ihre jahrelange, tatkräftige Unterstützung. In diesem Sinne:

“Ein dreifaches immer grün“.