Chronik von 2011
von Jens Hartwig

November & Dezember
Im Dezember fällt dieses Jahr kein Schnee. Dazu ist es einfach nicht kalt genug. Immer deutlich über dem Gefrierpunkt, meistens Regen. Die Trockenheit im Oktober und November wird durch die teilweise ergiebigen Regenfälle im Dezember ausgeglichen. Der weihnachtliche Auftritt des Posaunenchors im Dezember ist gut besucht.
In der letzten Novemberwoche werden am Steilhang entlang der Dorfstraße einige Nadelbäume gefällt und einer der – zugegebenermaßen – nicht sehr ansehnlichen Exemplare darf ab 26. November als Weihnachtsbaum auf dem Thieplatz stehen. Bei Dunkelheit mit Beleuchtung sieht der Baum dann aber doch sehr schön aus.
Am 30.November findet die konstituierende Sitzung des Ortsrates nach der Kommunalwahl statt. Ein neuer Bürgermeister soll vom neuen Ortsrat gewählt werden. Der Ortsrat besteht aus: Volker Radisch, Arwed von Gfug, Kirsten John und Stephan Aswald. Der Ortsrat wählt Volker Radisch zum neuen und alten Ortsbürgermeister von Klein Wiershausen. Die Wahl des Stellvertreters gestaltet sich etwas ungewöhnlich, kommt aber mit dem Ergebnis, dass Stephan Aswald zum Stellvertreter gewählt wird, zum Abschluss. Aus dem Ortsrat ausgeschieden sind Thorsten Christiansen und Christel Sohnrey.
Zu Anfang November wurde mal wieder gebosselt. Etwa 25 Personen aus Klein Wiershausen und Gäste haben sich bei kaltem, sonnigen Wetter auf den Weg gemacht. Der Tag wurde mit der gemütlichen Zusammenkunft im Dorftreff bei deftigem Essen beendet.

September & Oktober
Mitte Oktober startet ein Heißluftballon seine Fahrt in Klein Wiershausen. Einige Bürger aus Klein Wiershausen haben sich zu einer Ballonfahrt zusammengefunden und der Start fand auf der Schafwiese von Dieter Müller statt. Die günstigen Winde ließen die Luftfahrer bis nach Witzenhausen reisen, wo sie nach reichlich einer Stunde Fahrt auf einem Acker sicher landeten.
Die ersten Tage im Oktober wurden extrem sommerlich. Vom 22. September bis zum 3. Oktober wurden Temperaturen gemessen, wie wir sie im Sommer fast nicht erreicht hatten. Stabile Hochdrucklage brachte jeden Tag über 25° und es hat nicht einmal geregnet. Dann aber wurde es wirklich herbstlich, am 9. Oktober lag die nächtliche Tiefsttemperatur bei knapp über 2° C.

Am 11. September standen die Kommunalwahlen an. Ortsräte, Gemeinderäte und der Landrat wurden gewählt. In Klein Wiershausen wurde wie folgt gewählt. Von 188 Wahlberechtigten  haben 117 ihre Stimmen abgegeben, es gab 3 ungültige Stimmen und 335 gültige Stimmen (Wahlbeteiligung 62,23%). Die SPD erhielt 222 Stimmen (66,27%), Bündnis 90/ Die Grünen erhielt 113 Stimmen (33,73%). Damit hat die SPD 3 Sitze, die Grünen 1 Sitz im Ortsrat. Für die Grünen als Liste gab es 21 Stimmen, Stephan Aswald erhielt 92 Stimmen (zusammen 113 Stimmen). Die SPD erhielt als Liste 23 Stimmen, Personen: Volker Radisch 118 Stimmen (53,15%), Christel Sohnrey 26 Stimmen (11,71%), Kirsten John 28 Stimmen (12,61%) und Arwed von Gfug 27 Stimmen (12,16%) (zusammen 222 Stimmen).
Neuer Landrat wurde Bernhard Reuter (SPD) mit 38,41% der Stimmen. Sein Vorsprung vor Dinah Stollwerck-Bauer (CDU) betrug 1006 Stimmen. Der neue Gemeinderat von Rosdorf setzt sich wie folgt zusammen: SPD 44,85% (12 Sitze), CDU 34,38% (9 Sitze), 90/Grün 17,36% (4 Sitze) und die Linke 3,42% (1 Sitz).

Juni, Juli & August
Der Sommer ist eher ein warmer Herbst. Selten gibt es mehrere Tage am Stück Sonne und Wärme, die Temperaturen steigen auf über 30°C. Doch immer kommt Regen oder dichte Bewölkung nach zwei-drei Tagen dazwischen. So ist gegen Ende August die Luft extrem schwül, es sind 32°C, aber am nächsten Tag nur noch 13°C tagsüber und der Himmel zeigt alle Grautöne.

Am 11. Juni ist „Rock am Waggon“ in Klein Wiershausen. Die mittlerweile etablierte Veranstaltung, schon zum 7. Mal, zieht wieder zahlreiche Zuhörer auf den Spielplatz am Waggon. Es treten auf: Lauschgift, Fibre, Jan Pecher Band, Karin Bender & the Reason, Black as Chalk, Schlusslicht.

 

März, April & Mai
Mitte Mai ist es ungemütlich, morgens liegen die Temperaturen bei 4°.
Das Kurvenfest findet nach einigen Jahren mal wieder in der Kurve statt, es ist nicht nötig wegen schlechten Wetters unter einen Carport zu flüchten.

Im März und April herrscht große Trockenheit. Die Niederschläge sind sehr gering oder bleiben ganz aus. Das Osterfeuer, am 24. April, brennt innerhalb von wenigen Minuten lichterloh und der Bierstand muss wegen der großen Hitze einige Meter nach hinten verlegt werden. Die Besuchszahlen sind höher als in den letzten Jahren, viele Gäste aus Settmarshausen finden sich bei uns ein.
Im April ist es einige Tage schon extrem sommerlich, das Thermometer erreicht locker die 27° C Marke. Die Felder sind trocken, in Teilen von Deutschland herrscht große Waldbrandgefahr.

Januar & Februar
Im Februar beim Hallenturnier der örtlichen Vereine in der Settmarshäuser Sporthalle, kann die Mannschaft der IG Schönes Klein Wiershausen mit den meisten Teilnehmern glänzen. Während andere Teams mit Spielern von außerhalb verstärkt wurden, konnten wir ausschließlich mit Spielern aus dem Dorf auflaufen. Der Lohn war ein vierter Platz beim Turnier 2011.
Ende Februar hatten wir noch einige Nächte mit Temperaturen von bis zu -14° C

Am letzten Wochenende im Januar war wieder Glühweinmarkt an der Wegelange. Die heftige Kälte führte dazu, dass sich die meisten Leute im überdachten und geheizten Bereich aufhielten. Auch war der Andrang nicht so groß wie in den letzten Jahren. Trotzdem war die Stimmung gut. Vielleicht ist im nächsten Jahr etwas anderes geplant, Bussmanns und Thieles sind sich noch nicht sicher, ob sie diese Art von Wintervergnügen noch mal durchführen wollen.

In den ersten Tagen des Januar 2011 änderte sich das Wetter. Der viele Schnee vom Dezember wurde von Stunde zu Stunde weniger. Temperaturen über dem Gefrierpunkt und Regen ließen den Schnee schnell tauen. Überschwemmungen waren die Folge. Der erste Schultag im Jahr (06.01.2011) fiel wegen Eisglätte aus, die Busse im Landkreis und der Stadt hatten den Betrieb eingestellt. Weitere und ergiebige Regenfälle führten zwar nicht in Klein Wiershausen zu Hochwasser, aber in Hann. Münden traten die Flüsse Werra, Fulda und Weser über die Ufer. Auch die Leine in Göttingen führte Hochwasser und der Sandweg war über mehrere Tage gesperrt.