Chronik von 1303 bis 1898

1898
Bau der Kreisstraße Settmarshausen-Klein Wiershausen - Brand des Hofs/Gasthofs Rischenkrug.

1897
Brand des Hauses Winter (Dorfstr. 7).

1895
Erfassung der Bewirtschaftungsflächen der Dorfmark nach der Verkoppelung mit dem Ergebnis, dass die Ackerlandflächen sich von 112,91 ha auf 1,71 ha erweitert, Wiesen dagegen von 3,65 ha auf 0,50 ha abgenommen hatten.

Brand des Hauses Gerlt (Dorfstr. 18)

1894 Brand im Dorfkern Klein Wiershausen; Verlust des Hauses Ahlborn (Dorfstr. 14)

1885
Aufstellung über Landwirtschaftsbetriebe, Bewirtschaftungsflächen, Nutzungsart, nämlich Anzahl der Betriebe 16, Hofräume - Gärten 3,28ha, Ackerland 112,91ha, Wiesen 3,65ha.

1871
Betrieb des 1856 eingeerichteten Gemeindehofs (Baumschule, Obstanbau, Bullen- und Eberhaltung) bleibt defizitär und muss aus finanziellen Gründen eingestellt werden.

1868
Schweres Unwetter trifft Leinebergdörfer, z. B. auch Klein Wiershausen.

1866
Bodenreform. Verkoppelung sämtlicher Grundstücke. Gründung der Realgemeinde.

1860
Schriftstück mit erstmaligem Nachweis des amtlichen Rundstempels der „Gemeinde Klein Wiershausen Amt Göttingen“.

1857
Baubeginn des Schulgebäudes in Settmarshausen. Baukosten 10.892 Mark. Kostenanteil von Klein Wiershausen: 30%.

1852
Auflösung des Patrimonialgerichts Klein Wiershausen im Rahmen der hannoverschen Gerichtsreform als letztes Amtsgericht im Landkreis Göttingen.

1852
Bau der Eisenbahnstrecke Göttingen-Münden im Rahmen des Streckenausbaus der Bahnlinie Hamburg-München.

1851
Aufforstungsmaßnahmen durch örtliche Bauern in der Feldmark Klein Wiershausen (z. B. Einbringen von Lärchen) und Anpflanzungen von Kirschbaumplantagen.

1848
Aufzeichnung über Realbestand im Bereich des Partimonialgerichts Klein Wiershausen: 13 Häuser, Wirtshaus Rischenkrug, 83 Einwohner); Gemeindeeinnahmen: 100 Taler, 6 Gutegroschen,‘ 2 Pfennige)

1843
Ablösung sämtlicher Lehnsrechte durch den Staat. Lagebuch über Landbewirtschaftung, Höfebestand und Pachtverhältnisse. Demnach existierten 6 Hofstellen (Ludwig Gerlts, Ernst Hesse, Justus Ilse, Ludwig Ilse, Ferdinand Reckel, Friedrich Sohnrey; 6 Kothöfe Friedrich Harthausen, Christoph Hildebrandt, Ludwig Klapproth, Ludwig Meseke, Georg Nolte, Justus Schelper: 13 Pachtverhältnisse mit Landwirten aus Bördel (1), Ossenfeld (2), Settmarshausen (3) und Varmissen (7).

1833
Klein Wiershausen verfügt als eine der ersten Gemeinden im Landkreis Göttingen über eine selbstständige Gemeindekasse.

1800
Bericht über schweres Unwetter und Überschwemmung im Tal zwischen Varmissen und Rosdorf.

1788
Burg und Gericht Jühnde gehen in Besitz der Reichsfreiherren von Grote über.

1783
Bau der Staatsstraße Göttingen-Münden (jetzt B 3). Zuvor verlief die Verbindungsstraße über die Alte Heerstraße.

1682
Unwetterkatastrophe mit 6 Todesopfern in Leinebergdörfern, z.B. Settmarshausen.

1650
Bestandsaufnahme und Neuordnung der Rechstverhältnisse nach dem Ende des 3o- jährigen Kriegs. Das Lehen Klein Wiershausen bestand aus 43/4 Hufen Land beim Dorf, der Güldenen Hufe und einem Hof in Friedland, der Wüstung Odagshausen (Oershausen) sowie der Gerichtshoheit. Die Gerichtsausübung erfolgte allerdings stets beim Patrimonialgericht zu Jühnde. Lehnsinhaber: Herren von Boventen, von Adelebsen, von Cramm.

1649
Kirchengemeinde Klein Wiershausen wird aus Johannisgemeinde zu Dransfeld in die Parochie Settmarshausen-Ellershausen-Hetjershausen eingegeliedert.

1611
Dekret des Landdrosts Jobst von Adelebsen, wonach Burg Jühnde und daher auch Klein Wiershausen dem Amtmann Schirmer von Münden zur Verwaltung zu unterstellen. Anweisung der dienstpflichtigen Bauern dem Pächter Feldmann aus Klein Wiershausen, bei einer Feldbestellung in Heißenthal und Siedershausen mit zu arbeiten.

1585
Dokument über Bestand von 4 Kothöfen und 2 Kopplern (nur Weidewirtschaft in Klein Wiershausen und Bezeichnung der Flurbereiche „ Kampenfeld“, „Lerchenfeld“, „Bergfeld“.

1492
Schriftstück über Lehnsabgaben und Burgdienste der Klein Wiershäuser Bauern. (Arbeitseinsatz von drei Männern bei Bau eines Schweinestalls, Lehnszinszahlungen von 4 Mark 6 Schillinge Henrik Hoyer, Hans Gerldes 3,5 Mark 14 Schillinge Cord Hildebrand, Henrik Brendeke)

1489
Eintragung der Besitzungen und Rechte des Bodo von Adelebsen und die ihm zustehenden Gegenleistungen (Meyerhof und fünf Kothäuser von Kurt Gerold und Sohn, Hof und 2 Kothäuser von Heinrich Kopper hatten jährlich „auf Fastnacht“ 23 Hühner, 4 Gänse und 23,5 Stiegen Eier (470 Stück) abzugeben).

1487
Notiz über Zahlung der Lehen des Hans von Boventen aus Klein Wiershausen an Burg Jühnde (3 Mark).

1486
Vertrag über Pfandrecht der Stadt Göttingen an der Burg Jühnde bei Zwang der zinspflichtigen Bauern von Klein Wiershausen die Lehnsabgaben an die Kämmerei Göttingen zu zahlen und zudem die Feldbestellungs- und Burgdienste für Burg Jühnde zu leisten.

1480
Urkunde über Lehnsrecht des Hans Klapprodt an Grundstück und Hofstelle aus Besitz des Hans von Boventen.

1460
Urkunde über Besitzrechte der Herren von Boventen am Dorf Klein Wiershausen, Einrichtung eines Patrimonialgerichts für Klein Wiershausen, Gleichen und Leineberg und Verfügung über Zehntabgaben der Ortschaft Klein Wiershausen an Burg Jühnde.

1363
Urkunde über Lehnsrechte des Pfarrers von Klein Wiershausen und Roringen am Altar des Hl. Nikolaus in der Kirche St. Johannis zu Göttingen. Ältester Hinweis auf Kirchengebäude oder Kloster im Bereich der Siedlung Klein Wiershausen.

1334
Urkunde über Einbürgerung eines Bürgers aus Klein Wiershausen in die Stadt Göttingen.

1303
Urkundlicher Nachweis über Existenz der Ortschaft Klein Wiershausen (pitta widerkeshusen). Vertrag zwischen Reichsstift Gandersheim und Bischof von Mainz über Tausch eines Grundstücks in Klein Wiershausen.